3.10.2017 Konzert von Wireless in Schramberg in der Aula des Gymnasiums

 "Nur noch kurz die Welt retten" oder zumindest auf den Trümmern tanzen lautet das Motto der jungen Sänger des A-capella-Chors Wireless! aus Tuttlingen.

Bei ihrer CD-Release-Konzerttour machte der junge Chor erstmals auch in Schramberg Halt. Mit ihrem neuen Programm "Hurra, die Welt geht unter!" riefen sie ihr Publikum zur Revolution auf gegen ein Leben voller Druck und Stress. Die aktuelle Welt zu kritisieren und zu hinterfragen – das ist zum Grundgedanke des neuen Programms geworden.

Thomas Brugger von der Chorgemeinschaft "Frohsinn" Schramberg begrüßte die anwesenden Zuhörer in der Aula des Gymnasiums. Während der Pause bewirteten die Sänger der Chorgemeinschaft mit kühlen Getränken und Butterbrezeln.

Mit ihren jungen und frischen Stimmen schufen die Sänger von Wireless! ein beeindruckendes Klangerlebnis und begeisterten ihre Zuhörer mit eingehenden Melodien bekannter Songs aus der Pop- und Rapszene sowie fetzigen Rhythmen und vokalen Basslines. Einzelne Solostimmen und kraftvoller Beatbox rundeten den eindrucksvollen Stimmklang perfekt ab. Für einen Abend konnten die Zuhörer ihren Alltag hinter sich lassen und sich ganz dem musikalischen Klangerlebnis hingeben, denn "wir bleiben wach bis die Wolken wieder lila sind." Mit viel Witz und Charme führten die jungen Sänger durch ihr Programm und wiesen mit neckischem Humor auf die Abhängigkeit der Menschen von Vierecken hin. Diese Abhängigkeit beginne bereits morgen beim Aufstehen – aus einem Viereck, ziehe sich dann mit mehreren viereckigen Beispielen durch den Tag und ende abends auf dem Sofa – vor einem Viereck. Anscheinend leben wir wirklich in einer "Mad World" und deshalb besangen die jungen Erwachsenen auch unter anderem eine Welt weit weg von Überfluss und Kompliziertheit, denn "es reist sich besser mit leichtem Gepäck."

Farbige und perfekt eingesetzte Lichteffekte sowie die kreativen Outfits der Sänger sorgten dafür, dass der Auftritt zu einem Erlebnis sowohl für das Ohr als auch das Auge wurde. Jeder der jungen Erwachsenen blieb bei der Wahl seines Bühnenauftritts seinem Stil treu und so harmonierte zwar das Gesamterscheinungsbild in den Hauptfarben schwarz und kakigrün perfekt, doch ging die Individualität eines jeden Einzelnen nicht verloren. Gemäß dieser Einstellung erklärten die jungen Sänger, dass man keine Angst vor Anderem haben müsste. Denn Anderes sei nicht schlecht, es müsse anders werden, um gut zu sein.

Für die jungen Erwachsenen war das Konzert in der Aula der erste Besuch in Schramberg und sie bedankten sich für "die Bombenstimmung" beim Publikum mit zwei Zugaben und dem Ausruf: "Ihr wart der Hammer! Vielen Dank, Schramberg!" Das Schramberger Publikum wiederum bedankte sich für das einmalige Klangerlebnis und die tolle Bühnenshow mit tosendem Applaus und Standing Ovations.

 Bericht im Schwarzwälder Bote

Foto: Matthias Wand